Indikationen

Prinzipiell gibt es – wenn man von den chirurgischen Indikationen einmal absieht – kaum eine Erkrankung, die nicht nach den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin behandelt werden kann. Je nach Art, Schweregrad, Dauer und Komplexität des Beschwerdebildes ist bei den aufgeführten Krankheitsbildern eine stationäre Behandlung nach unserem Behandlungskonzept unbedingt sinnvoll und erfolgsversprechend. Dies gilt umso mehr in bislang gegenüber üblichen Methoden therapieresistenten Fällen. Unser Behandlungskonzept eignet sich für Patienten mit akuten Erkrankungen, chronischen Erkrankungen, funktionellen Störungen und Schmerzzuständen. Linderung der Schmerzen und Heilung, das Wiedergewinnen von Lebensqualität sowie die Entwicklung und der Erhalt von Gesundheit: Das sind die Kernanliegen und Erwartungen mit denen die Menschen in unser Haus kommen.

Nicht selten leiden unsere Patienten neben ihren chronischen Grunderkrankungen und den körperlichen Beschwerden auch an den damit einhergehenden psychoemotionalen Belastungen. Wir wissen um diese Zusammenhänge und können für eine Vielzahl von Krankheitsbildern und Fragestellungen nützliche Angebote machen.

Gemäß der dargestellten Kernkompetenz der Klinik ist das Behandlungskonzept besonders geeignet für psychische Erkrankungen mit im Vordergrund stehenden körperlichen Symptomen, insbesondere aus den Bereichen F45 und aus Teilbereichen von F51 und F54 gemäß ICD 10. Darüber hinaus gehören zum Indikationsspektrum der Klinik psychische Erkrankungen, insbesondere F32, F33, F40, F41 und F43.2, die im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen auftreten. Nachfolgend sind die Indikationen aufgelistet, die in der TCM-Klinik Bad Kötzting häufig je nach Ausprägung behandelt bzw. mitbehandelt werden.

Psychische Erkrankungen
• Depressionen
• Angsterkrankungen
• Anpassungsstörungen
• Somatoforme Schmerzstörungen
• Burnout
Nervenerkrankungen
• Anfallsweiser Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen (Morbus Menière)
• Erschöpfungszustände, Schlafstörungen (neurovegetative Störungen)
• Gesichtsnervenlähmung (Facialisparese)
• Nervenschmerzen (allgemeine und periphere Neuropathien)
Funktionelle Schmerzzustände
• Gesichtsmuskelschmerz (Myofaciales Schmerzsyndrom)
• Gesichtsnervenneuralgie (Trigeminusneuralgie)
• Akute Gürtelrose (akuter Herpes zoster)
• Anhaltende Schmerzen nach Gürtelrose (Postzosterneuralgie)
• Ischiasschmerz (Ischialgie)
• Kiefergelenkschmerz (Diskopathie des Kiefergelenks)
• Kopfschmerzen (z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz)
• Phantom- und Stumpfschmerz nach Amputation
• Zwischenrippenneuralgie (Intercostalneuralgie)
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

• Achillessehnenschmerzen (Achillodynie)
• Bandscheibenschaden
• Gelenksentzündung (Arthritis)
• Chronisch entzündlicher Gelenkrheumatismus (chronische Polyarthritis und verwandte Formen)
• Hexenschuß (Lumbago)
• Hüftschmerz (Coxalgie)
• Knieschmerz (Gonalgie)
• Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) im Anfangsstadium
• Allgemeine Muskelschmerzen
• Gelenkschmerzen bei Schuppenflechte (Psoriasisarthropathie)
• Schulter-Arm-Syndrom, Tennisellenbogen (Tendinopathien)
• Weichteilrheumatismus (Myalgien)
• Wirbelsäulensyndrome

Erkrankungen der Atemwege
• Asthma bronchiale
• Akute und chronische Atemwegsentzündung (akute und chronische Bronchitis)
• Chronisch allergischer Heuschnupfen (chronisch allergische Rhinitis)
• Akute und chronische Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung (akute und chronische Sinusitis)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Niedriger Blutdruck (arterielle Hypotonie)
• Funktionelle Herzbeschwerden (z.B. Herzrasen)
• Erkrankungen der Herzkranzgefäße
• Leichte Formen der Herzschwäche (Herzinsuffizienz Grad I und II)
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
• Reizdarm (Colon irritabile)
• Entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
• Durchfallserkrankungen (Diarrhoe) nicht bakterieller Ursache
• Leber- und Gallenfunktionsstörungen
• Akute und chronische Magenschleimhautentzündung (akute und chronische Gastritis)
Hautkrankheiten
• Neurodermitis
• Chronische Nesselsucht (Urtikaria)
• Juckflechten (Ekzeme)
• Lymphödem
Hormonell bedingte Erkrankungen
• Wechseljahrbedingte Störungen (klimakterisches Syndrom)
• Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
Weitere Anwendungsgebiete
• Chronisch häufig wiederkehrende Erkältungskrankheiten (chronisch rezidivierende Infekte)
• Mundschleimhautentzündung (Stomatiden)
• Chronische Müdigkeitssyndrome
• Allergien
Die Liste dient zur Orientierung. Bei Vorliegen von nicht aufgeführten Beschwerden oder Erkrankungen empfiehlt sich die individuelle Anfrage. Nicht jeder Patient mit einem aufgeführten Beschwerdebild kann erfolgversprechend behandelt werden. Mögliche Behandlungserfolge hängen von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Konstitution, Alter, bisher eingenommene Medikamente usw.
Über die stationäre Aufnahme in die Klinik entscheiden die zuständigen Ärzte nach Durchsicht der eingereichten Vorbefunde und der Beschwerdebildschilderung des Patienten im Patientenfragebogen.